Seite wählen

Wie bietet ein typischer Schreibwarenladen dem steigenden gesellschaftlichen Un-Selbstbewusst, dem Wertlosigkeitsempfinden oder der ständigen Kritik an sich selbst und dem eigenen Auftreten die Stirn?

Klar ist: Wir gehen hier nicht von einem super netten älteren Mann aus, der in diesem Laden arbeitet und dir romantische Geschichten über die wahre Liebe erzählt und dass alles im Leben möglich ist. Klar, das wäre natürlich super cool. Ihr würdet euch immer zum Café trinken treffen, er würde dir spannende Bücher empfehlen und du würdest dir denken: „Er hat ja recht. Er weiß von was er redet. Er hat ja schon alles erlebt. Dann pack ich das auch!“

Klar das wäre ein super Motivationstrainer.  Denn wer würde nicht jedes Wort, was ihm über die Lippen kommt inhalieren und mit jeder Pore seines Körpers glauben und tun wollen?

In dem Nichtwollen liegt der Grund, das Nichtkönnen ist nur Vorwand.

Daß du nicht kannst, sei dir vergeben, doch nimmermehr, daß du nicht willst.

Henrik Ibsen (1828 – 1906), norwegischer Dramatiker

Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen.

Die Lösung des Rätselsohne das Glück, von einem Schreibwarenbesitzer motiviert zu werden, sind „Gute-Sprüchekarten“. Und hier für den Einwand der Pessimisten ,die behaupten: „Wer kauft denn sowas bitte heute noch?“ Das Internet spuckt dir tausend solcher Sprüche auf Knopfdruck aus und hier das super Tolle – für umsonst. Warum sollte ich für sowas Geld ausgeben, warum brauche ich sowas denn überhaupt?

Menschen deuten oft nach ihrer Weise die Dinge, weit entfernt von ihrem Sinn!

William Shakespeare (1564 – 1616)

Der Sinn empfängt von den Worten seine Würde, anstatt sie ihnen zu geben.

Blaise Pascal (1623 – 1662)

Wie vieles erklären wir für Unsinn, wovon und wofür nur uns der Sinn abgeht!

Emil Gött (1864 – 1908)

 

Aber hier einfach mal meine Theorie. Ich habe mich gefragt, warum denn manche Leute mehr Selbstbewusstsein haben bzw. scheinen zu haben und manche eben nicht.Das muss dann doch im Einzelfall der Richter entscheiden *Scherz*. Mein Ergebnis der- naja ich gebs ganz ehrlich zu – nicht super fundierten „wissenschaftlichen Studie lautet: „Wir leben alle unser Leben. Und ich glaube, dass einfach gewissen Leuten öfter von außen gesagt wird, du bist toll, du kannst das, das kannst nur du so.

„Keiner ist wie du, und das ist deine Stärke.“

Das sind dann folgerichtig die Leute, die ihre Kindheit mit einer guten Portion Selbstbewusstsein verlassen oder, was ich eher finde, mit einer gesunden Selbsteinschätzung. Ich glaube, ich spreche jetzt mal für die Mehrheit, wenn ich behaupte, es ist super nervig, wenn das wahrscheinlich schönste Wesen im Bekanntenkreis darunter leidet, dass ihre Nase nicht schön ist. Oder genau der Kandidat, der die ganze Zeit darüber klagt, dass er das nicht kann, das am besten kann.

Stellt euch jetzt mal vor, ganz unabhängig von ihrer Nase, sie würde sagen: „Ich weiß, dass ich hübsch bin.“ Oder er würde sagen: „Das kann ich gut oder hier liegen meine Stärken. Die anderen sind zwar gut darin, aber ich bin auch nicht schlecht. Würde man sie als eingebildet abstempeln oder arrogant? Ich würde das eine gesunde Selbsteinschätzung nennen. Wer darf denn sagen, dass er schön ist bzw. schlau oder gut in etwas? Darf man das erst ab einem gewissen Prozentsatz? Ich finde es super angenehm, wenn jemand sagt, dass kann ich gut, das gefällt mir an mir. Fast noch mehr,das ist fast erleichternd für mich.

Aber wie komme ich dazu, mich so zu verhalten oder besser gesagt, diesen Zustand zu fühlen, wenn ich leider nicht ganz so an mich glaube oder mein Selbstbewusstsein gerade etwas gelitten hat? Und niemand kommt von außen, der dir sagt, wie toll du bist oder was du ausgezeichnet gemacht hast, solange bis du es wirklich selber glaubst. Meine Rat an dich: Dann versuchs doch einfach selber. Mein persönlicher Weg dafür sind die Karten. Stell dich mal aktiv vor diesen Kartenständer im Schreibwaren, lies dir die Sprüche durch. Bei mir fängt es dann sofort im Kopf an zu rattern, stimmt das? Ja!So könnte ich es mal angehen ….denke ich mir in einem kurzen Moment. Das heißt für mich mit Heimnehmen. Ich nehme diese Karte mit. Ich habe das Selbstbewusstsein also jetzt schon mal in meiner Tasche. Ich stelle mein zukünftiges Selbstbewusstsein auf einen zentralen Platz. Dort gehe ich immer wieder vorbei. Unterbewusst lese ich es immer wieder durch – wie meine Mama, die mir früher immer wieder gesagt hat, du kannst das, auch wenn ich doch wieder hingefallen bin. Damals war ich natürlich so weise und habe sie nicht hinterfragt. Warum kann ich denn dann nicht heute so weise sein und mich und mein Zukunfts-Selbstbewusstsein einfach nicht hinterfragen?

(Ich gehe immer wieder vorbei und glaube unterbewusst immer mehr daran.)

Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt

Buddha